ma
ga
zin

HU
Humboldt Universität-Studierende erforschen
Berliner Courts
Wer engagiert sich eigentlich für einen Freiplatz? Mit dieser Frage beschäftigten sich ein Semester lang Studierende der Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität in einem Seminar von Prof. Sebastian Braun. Drei Gruppen näherten sich der Frage aus unterschiedlichen Perspektiven: Aus der Sicht eines Vereins (Weddinger Wiesel), der zusammen mit der Herbert-Hoover-Oberschule den Freiplatz in der Wiesenstraße betreut. Bei SpOrt 365 im Görlitzer Park ist ein Verband bzw. die Sportjugend Berlin als Träger aktiv. Die dritte Gruppe schaute sich den Freiplatz im Monbijoupark genauer an, um herauszufinden, ob auch freies bürgerschaftliches Engagement einen Court beleben kann.
Einige Beispiele der Forschungsergebnisse werdet ihr in Kürze hier sehen…
Ein
Schmuckstück
Kreuzberger Freiplatz in neuem Glanz
Die Albrecht-von-Graefe-Schule, an der ALBA BERLIN Träger im Ganztag ist, kann sich über ein neues Schmuckstück freuen. Der Freiplatz auf dem Schulhof bekam einen schicken Tartan-Boden und neue Korbanlagen. Wir haben Schulleiter Fabian Metzger zum Freiplatz befragt:
Interview folgt…



Basketballklasse am Barnim-Gymnasium
Auf der Suche nach dem besten Freiplatz
Unser Basketball Museum geht in die Schulen – im vergangenen Schuljahr am Eckener-Gymnasium und am Barnim-Gymnasium. Die knapp 25 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler des Barnim-Gymnasiums in Lichtenberg beschäftigten sich in kleinen Gruppen mit Basketballthemen ihrer Nachbarschaft. Neben der Geschichte ihrer Schule und der Basket Dragons Marzahn schauten sie sich die Freiplätze im Kiez an. Welcher hat den besten Boden, wo sind die Ringe in Ordnung und wo ist am meisten los? In einer Feldstudie wurden Punkte vergeben und Interviews geführt.


Basketballklasse am Eckener-Gymnasium
Transformationen. Bewegungen die Gestalt annehmen.
Um Basketball in möglichst vielen Facetten greifbar zu machen, nehmen die Schülerinnen und Schüler Perspektivwechsel vor: Wie kann das Besondere des Spiels erfahren- und neu beleuchtet werden? Wie kann bildnerisch zum Ausdruck gebracht werden, was an Basketball fasziniert? Es entstehen Ideen zu Teamnamen, Logos, Claims, abstahierte Bewegungsabläufe, die in konkrete Entwürfe überführt werden.
Mission Swish
... setzt sich für bessere Ringe auf Freiplätzen ein
Für viele Berliner Freiplatzbasketballerinnen und -basketballer sind sie seit langem ein Ärgernis: zu dicke orangenen Körbe mit „unswishable nets“, zu kleine Felder, keine Sitzgelegenheiten. Kurz gesagt: Freiplätze, auf denen niemand so richtig spielen mag. Um die Courts wieder attraktiven zu machen, haben sich drei Berliner aus der Streetball-Szene zusammengetan und die Mission SWISH ins Leben gerufen. Durch Recherchen und eigene Erfahrungen kennen sie die Normen, die richtigen Hersteller und die Plätze, die Potenzial haben. Und sie arbeiten daran, dass dieses Wissen dort ankommt, wo Entscheidungen getroffen werden. Ben Braun von der Mission SWISH erklärt: „Unser Ziel ist eine Stadt, in der jeder Freiplatz so gebaut ist, dass man darauf wirklich spielen kann – und so gestaltet sind, dass Orte entstehen, wo Streetballkultur gelebt wird. Dafür braucht es eine Verwaltung, die weiß, wie das geht. Oder uns fragt.“ Selbst weltweit haben die „unswishable nets“ auf Berliner Freiplätzen bereits für negative Schlagzeilen gesorgt, etwa in einem viralen Video des bekannten Basketballjournalisten Leigh Ellis: Insta-Link_01. Die deutschen Basketballweltmeister Dennis Schröder und Franz Wagner äußerten sich ebenfalls zu dem Thema: Instalink_02 und schließlich findet ihr eine Sammlung der „unswishable nets“ auf unserem Parkplatz: Link_03


Erstes Erzählcafé
zum Freiplatzbasketball
Unser Basketball Museum als Ort der Begegnung, des Lernens und des Austauschs – unter diesem Motto finden aktuell zahlreiche Formate wie Schul-Workshops, Expertenrunden, Tagungen und auch Erzählcafés statt, bei denen sich Zeitzeugen und Aktive zu einem Thema austauschen können. Nachdem bereits der Schulbasketball besprochen wurde, fand ein zweites Erzählcafé zum Freiplatzbasketball am Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) statt. Gastgeber Miodrag Kuč und Moderator Birger Schmidt konnten an dem Donnerstagabend rund fünfzig Gäste begrüßen. Auf dem Podium saß Martin Weichhardt, der als Freiplatzbasketballer die 80er und 90er Jahre erlebte. „Unser Platz in der Leichhardt-Straße in der Nähe vom Oskar-Helene-Heim war unser absoluter Homecourt. Dort wurde damals der beste Basketball gespielt.“ Marcel Ramin, Mitbegründer des Friedrichshainer Basketballvereins Freibeuter und hauptberuflich Sozialarbeiter erzählte: „Ich habe ab 2000 im Jugendclub gearbeitet, auf dem Jugendschiff Freibeuter in der Rummelsburger Bucht am Ostkreuz. Vor dem Schiff hatten wir einen Käfig mit Basketballkorb. Da haben wir gemerkt, dass Basketball gut funktioniert mit den Kids, es ist total kommunikativ.“ Auch Lena Hess, ehemalige Geschäftsführerin des YAAM, war Teil des Erzählcafés: „Das YAAM gibt es seit 1994, und es ist ein Projekt für Musik, Kunst, Sport, Kultur. Basketball war die große Leidenschaft von Ortwin Rau, dem Gründer des YAAM. Am ersten Standort an der Hoppetosse lag in der Mitte ein Basketballplatz; dort wurde gespielt, und drum herum hat sich alles entwickelt: DJ, Bar, Liegestühle. Der Kern war seitdem immer Basketball.“ Das Erzählcafé war Abschluss einer ersten Recherchephase, in der Typologie, Bau und Geschichte von Berliner Freiplätzen untersucht und Ergebnisse präsentiert wurden. Eine kleine Ausstellung zeigte Fotos prägender Berliner Courts, einen Film über SpOrt 365 im Görlitzer Park sowie Freiplatzmodelle, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6/2 und 6/3 der Hermann-von-Helmholtz-Schule gebastelt hatten.

Podcasts
Austausch in offener Atmosphäre
Erzählcafés. Das sind niedrigschwellige, partizipative und moderierte Veranstaltungsformate. Hier kommen Menschen zusammen, um persönliche Geschichten, Erinnerungen oder Erfahrungen zum Thema Basketball auszutauschen. Daraus wird der Stoff für 28.15, das Basketballmuseum von ALBA entwickelt.



